Vorsorge · Quellenratgeber

Tauchversicherung prüfen: Leistungen, Ausschlüsse und Notfallweg

Der Begriff Tauchversicherung kann Unfall-, Haftpflicht-, Rechtsschutz- und Auslandsreisekrankenleistungen verbinden – oder nur einen Teil davon. Ausschlaggebend sind die aktuellen Bedingungen des eigenen Vertrags.

Rechtlicher Hinweis: Diese Checkliste ist keine Versicherungs- oder Rechtsberatung. Verbindlich sind ausschließlich die aktuellen Bedingungen und Bestätigungen des jeweiligen Versicherers.

Nicht gleichsetzenUnfall · Haftpflicht · Reise
MaßgeblichAktuelle Vertragsbedingungen
Im NotfallZuerst örtlicher Rettungsdienst
01Deckung lesen

Vier Leistungsbereiche getrennt vergleichen

Der VDST nennt für aktive Mitglieder Tauchunfall-, Haftpflicht-, Rechtsschutz- und Auslandsreisekrankenversicherung. Das ist ein konkretes Mitgliedschaftsmodell und kein allgemeiner Standard für andere Policen.

Bei jedem Angebot sind Leistungsgrenzen, Selbstbehalte, Reisedauer, Wohnsitzregeln, Bergung, Rücktransport und Druckkammerbehandlung in den Originalbedingungen zu prüfen.

02Ausschlüsse

Tauchprofil und persönliche Voraussetzungen offenlegen

Der VDST weist in seinen aktuellen FAQ unter anderem auf Regeln für Solotauchen, Apnoe- und technisches Tauchen sowie den Status der Tauchtauglichkeitsuntersuchung hin. Andere Versicherer können abweichende Definitionen und Nachweise verlangen.

Wer Mischgas, Kreislaufgerät, Wrack- oder Höhlentauchen plant, lässt sich den konkreten Schutz besser schriftlich bestätigen, statt aus einer allgemeinen Formulierung abzuleiten.

03Notfallweg

Hotline offline verfügbar halten

Bei einem akuten oder lebensbedrohlichen Ereignis wird zuerst der örtliche Rettungsdienst alarmiert; in Europa gilt 112. Versicherungs- oder tauchmedizinische Hotlines ergänzen danach die Rettungskette.

Mitgliedsnummer, Versicherungsnachweis, Hotline und das geforderte Schadenformular sollten offline auffindbar sein. Ebenso wichtig ist zu wissen, ob Kosten zunächst selbst getragen und später eingereicht werden müssen.

Zum Mitnehmen

Versicherungscheck vor dem Tauchgang

Als Entscheidungshilfe – nicht als Ersatz für Anbieterangaben, Ausbildung oder fachliche Beurteilung.

  1. 1

    Versicherte Person und Gültigkeitszeitraum bestätigen

  2. 2

    Zielland, Reisedauer und Wohnsitzregeln prüfen

  3. 3

    Druckkammer, Behandlung, Bergung und Rücktransport nachlesen

  4. 4

    Haftpflicht und Schäden an geliehener Ausrüstung unterscheiden

  5. 5

    Ausschlüsse für geplantes Profil und verwendete Ausrüstung klären

  6. 6

    Voraussetzungen zu Brevet und Tauchtauglichkeit prüfen

  7. 7

    Notfallnummern, Nachweis und Schadenweg offline speichern